MedienForum

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Fotografie-Projekt „Mein Temeswar“

20 Siebtklässler von vier Temeswarer Schulen wurden für einige Tage zu Fotografen und schufen Bilder, die alle äußerst positiv überraschten. Das Ergebnis ihrer Arbeit wurde vergangene Woche bei der Vernissage der Ausstellung "Mein Temeswar" im Bürgermeisteramt vorgestellt. Über das Foto-Projekt berichtet Raluca Nelepcu.


Schüler stellten mittels der Kamera ihre Stadt vor

02.23. Mein Temeswar  



Share Raluca Nelepcu, Temeswar, 23.02.2011

Ein Stück deutscher Geschichte und Politik

Wer die Geschichte Deutschlands näher kennenlernen möchte, der sollte der Kunstfakultät in Temeswar einen Besuch abstatten. Hier wurde gestern, am 22. Februar 2011, eine Wahlplakatenausstellung eröffnet, die die Wahlkämpfe in Deutschland in der Zeitspanne 1949 - 1990 dokumentiert. Raluca Nelepcu war bei der Vernissage und sprach mit den Veranstaltern.

02.23. Wahlplakatenausstellung  



Share Raluca Nelepcu, Temeswar, 23.02.2011

Kirchweih in Neuarad

Trotz Strukturwandel und Regen – Neuarader feiern unbeirrt ihr Kirchenfest

Vierzig Paare dabei / Jugendliche, ein „lebendes Patrimonium“


Aufmarsch der Trachten. Mit dem Strauß das Vortänzerpaar Ioana Guzan und Alexandru Gaman

Share Siegfried Thiel, Temeswar, 21.09.2010

Beste Banater Bücher ausgezeichnet/ Debütpreis für Stefan Ehlinger und seinen Deportationsroman „Martha“

Das Banater Literaturjahr erfuhr  wie alljährlich beim Sitz der Temeswarer Zweigstelle des Rumänischen Schriftstellerverbandes seinen krönenden Schlussakt: Eine aus den Schriftstellern und Literaturkritikern Cornel Ungureanu, Eugen Dorcescu und Gheorghe Jurma bestehende Jury bestimmte in einer festlichen Atmosphäre die besten Banater Buchveröffentlichungen des Vorjahres 2008 in den Genres Literaturkritik, Lyrik, Prosa. Vergeben wurden desgleichen je ein Sonderpreis und ein Debütpreis. Der Preis für Literaturkritik ging an den Temeswarer Literaturkritiker und Prosaautor Mircea Mih²ie{ für seinen Band „Die Methaphysik des Detektivs Marlowe“ (Metafizica detectivului Marlowe). Als beste Prosaveröffentlichung wurde das Buch „Boldogsag delibabja“ des Temeswarer ungarischen Autors Ferenc Baranyi ausgezeichnet.  Den Lyrikpreis erhielten zwei Karasch-Severiner Autoren und zwar Octavian Doclin für seinen zweisprachigen (rumänisch-deutschen) Band „Golf în retragere/Golf im Rückzug“ und Nicolae Sârbu für „Fenster für das Labyrinth“ (Ferestre pentru labirint). Der Sonderpreis wurde dem Übersetzer Simion D²nil² für die Übersetzung ins Rumänische der Werke von Friedrich Nietzsche (Temeswarer Hestia-Verlag) verliehen.

Share Balthasar Waitz, Temeswar

Ein Marathon fürs Leben/ Wohltätigkeitsaktion für krebskranke Studentin

Ein Wettlauf mit dem eigenen Leben, so könnte der „Marathon fürs Leben“ betrachtet werden, ein Wettbewerb, der manchmal sehr schwer zu gewinnen ist. Das Team „4 Life“ gibt nicht auf und kämpft für ein klares Ziel: das Leben der 24-jährigen Daniela Dobromir. Sie leidet an Krebs und hat fast 70.000 Euro für ihre Heilkur an einer Klinik in Deutschland ausgeben müssen. Das „4 Life“-Team bestehend aus Studenten der Fakultät für Politikwissenschaften, Philosophie und Kommunikationswissenschaften, aber auch Masterstudenten der Temeswarer Westuniversität veranstalteten vorige Woche den „Marathon fürs Leben“ - eine Wohltätigkeitsaktion in der Bunker Underground Bar in Temeswar/Timi{oara. Das Event im Untergeschoss der Bierhaus-Bar in der Emanoil-Ungureanu-Straße Nr. 15 war voller Optimismus mit Musik, Dichtung und vielen Überraschungen. Eingeladen war die Musikgruppe Sonatic, Dima und Paul (Gitarre und Stimme) sowie der Stil-Karate-Club in Temeswar. Der „Marathon fürs Leben“ hat für Daniela begonnen, doch alle, die sie dabei begleiten wollen, sind eingeladen, ihr zu helfen.

Share Andreea Oance, Temeswar, 27. Januar 2010

Schulcampus in Wert von 30 Millionen Euro/ Neue Chemielabors werden am 25. März eingeweiht

Der neue Temeswarer Schulcampus in unmittelbarer Nähe der Kunsthochschule nimmt allmählich Form an: Ein Teil des Baus wird bereits am 25. März offiziell eingeweiht. Es handelt sich um ein zweistöckiges Gebäude mit modern ausgestatteten Chemielabors, wo Studenten, Lehrkräfte und Magisterstudenten der Temeswarer Chemiefakultät noch in diesem Jahr zahlreiche Forschungsarbeiten durchführen können. Das Datum der Einweihung kommt nicht von ungefähr: „Alles, was wir machen, versuchen wir unter ein religiöses Zeichen zu setzen. Am 25. März feiern wir Maria Verkündigung. Dann soll auch die Einweihung stattfinden“, sagt Ioan Talpos, Rektor der Temeswarer Westuniversität.

Share Ana Saliste, Temeswar, 27. Januar 2010

„Die Rumänische Revolution 1989 in Bildern”. Wanderausstellung des Temeswarer Revolutionsmemorials

Die Wanderausstellung des Temeswarer Revolutionsmemorials „Die Rumänische Revolution 1989 in Bildern” befindet sich derzeit in Prag. Rund 120 Schwarz-Weiß- und Farbbilder machen schon seit 2004 eine Europa-Tour, in der Hoffnung, die Wahrheit über die rumänische Revolution Dezember 1989 der ganzen Welt zu zeigen. Die Wanderausstellung ist ein Projekt der Gedenkstätte der Revolution in Temeswar/Timisoara, das mit Unterstützung des Temescher Kreisrats und des rumänischen Kulturinstituts in Deutschland zustande kam.

Share Andreea Oance, Temeswar

Auch im Krisenjahr Mega-Deal möglich/ Lastwagenflotte für Temeswarer Unternehmen

In Krisenzeiten sind große Geschäfte eher Mangelware. Wenn sie dann auch noch in besonders angeschlagenen Branchen wie die Autoindustrie und Baubranche getätigt werden, haben sie gleich doppelten Wert und Anklang. Mit dem Verkauf von 50 großen Nutzfahrzeugen ist dem Iveco-Autohändler Cefin wohl der Jahresdeal in Rumänien gelungen. „Weil der Kreditvergeber Afin sehr schnell zugesagt hat”, sagt Stefano Albarosa, CEO der Cefin Group.


Share Siegfried Thiel, Temeswar

Banater Schüler bei der Deutscholympiade

Die Ferien sind für die meisten Schüler eine gute Gelegenheit, um sich auszuruhen und Energie fürs neue Schulsemester zu tanken. Nicht auch für die mehr als 150 Schüler aus 15 rumänischen Verwaltungskreisen, die vor einer Woche bei der Landesphase der Deutscholympiade in Kronstadt mitgemacht haben. Mit dabei war auch ein Schülerteam aus dem Kreis Temesch. Was die Schüler und Schülerinnen bei der Olympiade geleistet haben, hören Sie in einem Beitrag von Raluca Nelepcu.
02. Deutscholympiade  



Share Raluca Nelepcu, Temeswar, Februar 2011

Ein Dach für Temeswars Obdachlose/ Bei frostigen Temperaturen: Nachtasyl deckt Bedarf nicht

Sie hat ihr Kind seit Jahren nicht mehr gesehen, trotzdem erwähnt sie wie beiläufig, dass sie eins hat. Zehn Jahre alt ist Letitia heute – die Kleine lebt in einem Kinderheim in Sathmar/Satu-Mare. Das Zugticket sei zu teuer, um sie zu besuchen, beteuert Estera Lakatos (31). Sie lächelt, während ihr Blick ständig hin und her schweift. Ihr in die schwarzen Augen zu schauen ist schwierig. Locker erzählt sie, wie sie vor acht Jahren sogar in der Temeswarer Kanalisation geschlafen hat. Hungrig, ungewaschen, ungekämmt, im Dunkeln, von Leuten umgeben, die aus Tüten die Straßendroge „Aurolac“ – billige, lack- und aluminiumhaltige Farbe – einatmeten. Ihrem Partner zuliebe sei sie damals in einen Kanal am Volkspark gegangen. „Ich bin ihm gefolgt, weil ich ihn gemocht habe“, erinnert sich Estera heute.

Share Raluca Nelepcu & Olivian Ieremiciu, Temeswar, 2. Februar 2010

Trendwechsel in den Temeswarer Bars/ Lokalbesitzer setzen immer mehr auf Livebands

Die Plattenspieler stehen still, die CDs liegen auf den Regalen. DJs: Fehlanzeige. Dafür stehen jetzt Gitarren im Vordergrund. Der Bassist fällt durch rhythmisches Schulterzucken auf. Der Gitarrist spitzt die Lippen. Der Sänger beugt sich alle zwei Lieder zum Mikrophon, um seine Brille besser auf die Nase zu rücken. Dabei schließt er die Augen. Jeder hat seinen eigenen Stil, wie er die Musik fühlt. Trotz einiger Macken: Die Musik klingt harmonisch. Die drei kennen sich seit längerer Zeit, alle drei „Musikfanatiker“. Einen Namen für die Band haben sie nicht, sie treffen sich sporadisch, um zu üben, ansonsten treffen sie sich direkt auf der Bühne. Sie haben Jobs, können also nicht sehr oft Stücke einstudieren.

Share Olivian Ieremiciu, Temeswar, 27. Januar 2010

Remember Kamo

„Mercy“ hatte er immer nach einer Applauswelle ins Mikro gesagt, und in seinen Worten steckte tatsächlich mehr als nur ein „Dankeschön“. Es war vielleicht auch eine Bitte um Gnade, doch dem Publikum galten seine Worte wohl kaum. Denn als Béla Kamocsa zur Gitarre griff und spielte, brauchte er keines Hörers Erbarmen. Er spielte und das Publikum genoss atemlos seine Songs. „Nun spielt Kamo dort oben bei den Engeln“, sagte Johnny Bota, Bass-Spieler der Bega-Blues-Band und langjähriger Freund von Béla Kamocsa, letzten Donnerstag im Club 30. Hier fand unter dem Motto „Remember Kamo“ ein Tribut-Konzert für den verstorbenen Gitarrenspieler statt.

Share Raluca Nelepcu, Temeswar, 27. Januar 2010

Drei Millionen Euro für Infrastrukturarbeiten / Lenauschule könnte mit EU-Geldern saniert werden

Fast drei Millionen Euro benötigt die deutsche Schule in Temeswar/Timisoara, um saniert zu werden. Diese Summe könnte von EU-Geldern gedeckt werden. Das Projekt zur Sanierung des Nikolaus-Lenau-Lyzeums wurde vor kurzem im Plenum des Temeswarer Kommunalrates genehmigt. Die Gebäude des „Nikolaus Lenau“-, „C.D. Loga“- und „Jean Loius Calderon“-Lyzeums sollen ins Programm mit einbezogen und aus Strukturfonds saniert werden. Das Sanierungsprojekt ist Teil des regionalen Operationsprogramms 2007-2013, Prioritätsachse 3 - „die Verbesserung der sozialen Infrastruktur“, im Bereich der Sanierung, Modernisierung, und Entwicklung der Infrastruktur von Schuleinheiten.


Share Andreea Oance, Temeswar

„Iris“ für die Intensivstation. Wohltätigkeitskonzert in Temeswar

„Zusammen für das Leben“ heißt das Konzert, das die rumänische Rockband Iris am kommenden Wochenende für die Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie (ATI) in Temeswar/Timisoara bestreiten wird. „Die Rockgruppe Iris wird ehrenamtlich in Temeswar auftreten und das aus Freundschaft und Respekt des Lead-Sängers Cristi Minculescu für Dorel Sandesc, den Leiter der ATI-Klinik“, sagt Adrian Cireap, Veranstalter des Konzerts in Temeswar.

Share Andreea Oance, Temeswar

Leben mit Diabetes/ Zuckerkranke haben geschwächte Immunität

Er steht wortwörtlich auf wackligen Knien, doch seinen Sinn für Humor hat er bei weitem nicht verloren: Gheorghe Sogoe (62) aus Bokschan/Bocsa musste mehr als einen Monat im Temeswarer Kreiskrankenhaus verbringen. Grund dafür: Ein offener Knochenbruch, den er 2003 infolge eines Autounfalls erlitt, wollte nicht heilen. In Reschitza/Resita wurde der ehemalige Buchhalter operiert, da sagten ihm die Ärzte, die OP wäre gelungen. „Es war natürlich Quatsch, sie hatten gepfuscht“, sagt Gheorghe Sogoe heute. Nach Jahren und nahezu unmerklich infizierte sich die offene Wunde. Sogoe musste ins Krankenhaus. Kein einfacher Fall für die Orthopäden in Temeswar/Timisoara: Gheorghe Sogoe ist nämlich seit über 30 Jahren zuckerkrank. Dies auch der Grund, wieso sich der Zustand der operierten Fraktur nach und nach verschlechtert hatte. „Ich bin Diabetiker und das hat die Infektion begünstigt“, erklärt der Mann.


Share Raluca Nelepcu, Temeswar
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