Radio Temeswar

Wirtschaftsmeldungen der Woche – 20.03.2014

Die Wirtschaftsmeldungen dieser Woche beinhalten Informationen aus der regionalen Wirtschaft, Angaben zu den Veranstaltungen der Deutschen Handelskammer in Bukarest sowie aktuelle Statistiken und Wechselkurse. Lesen und hören Sie hier mehr!



Sie hören das Wirtschaftsmagazin bei Radio Temeswar, jetzt mit den Wirtschaftsmeldungen dieser Woche:

Informationen aus der regionalen Wirtschaft:

Eine deutsche Wirtschaftsdelegation unternimmt heute und morgen eine Erkundungsreise duch´s Banat. Mit dabei ist der Wirtschaftsattaché der deutschen Botschaft in Bukarest, Sebastian Gromig, und der Korrespondent für Rumänien, Moldau und Bulgarien sowie Bukarester Büroleiter der GTAI, Michael Marx. GTAI kommt von German Trade And Invest und das ist die frühere deutsche Bundesstelle für Außenhandelsinformationen. Die beiden Wirtschaftsvertreter besuchen in Begleitung des deutschen Konsuls in Temeswar Rolf Maruhn die West-Region Rumäniens. Am heutigen Vormittag beteiligte sich die Delegation an der Eröffnung der Arader Baumesse Confort Construct and Instal auf dem Gelände von Expo Arad International und führte Gespräche mit dem Vorsitzenden der örtlichen Handelskammer. Auf dem Programm stehen desweiteren Besuche von Unternehmen in Nadab und Sanktanna. In Sanktanna beabsichtigt der Deutsch-Rumänische Wirtschaftsverein Arad eine Klasse nach dem dualen Berufsausbildungssysthem im Bereich der Landwirtschaftsmechanik einzuführen. Am Nachmittag beteiligt sich die Delegarion am Monatstreffen des Deutsch-Rumänsichen Wirtschaftsvereins in Arad. Das Treffen findet beim Sitz der Firma Modelleisenbahn statt, die im Auftrag von Rocco-Fleischmann elektrische Spielzeugeisenbahnen in der Industriezone Micalaca Ost herstellt. Dabei erhält auch der deutsche Konsul in Temeswar, Rolf Maruhn, die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft im Vorsitz des Arader Wirtschaftsvereins. Das Wirtschaftstreffen beginnt um 17Uhr30 und ndet spät am Abend. Am morgigen Freitag ist die deutsche Wirtschaftsdelegation in Temeswar unterwegs. Besucht wird das Entwicklungszentrum der Firma Continental und die Reifenfabrik. Angesprochen wird der aktuelle Stand der dualen Berufsausbildung nach deutschem Muster in Temeswar, ein Projet, das bereits vor zwei Jahren auf Initiative des deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat eingeleitet wurde. Ein weiteres Thema ist die Perspektive der wirtschaftslichen Entwicklung WestRumäniens, die innerhalb eines Treffens bei der Agentur für Regionalentwicklung in Temeswar angesprochen wird.

Eine Konferenz zu den Perspektiven der Nutzung von Biomassepotenzialen - auch in wirtschaftlicher Hinsicht – findet bis einschließlich morgen in Temeswar statt. Austragungsort ist der große Senatsaal der Politechika-Universität am Opernplatz. Inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und ausgerichtet wurde die Konferenz vom Osteuropazentrum der Universitäten Stuttgart-Hohenheim im Auftrag des Netzwerks "Vier Motoren für Europa". Das Land Baden-Württemberg arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit seinen Partnerregionen Lombardei, Katalonien und Rhône-Alpes innerhalb dieses Netzwerks zusammen. Als Höhepunkt der baden-württembergischen Präsidentschaft fand Mitte vergangenen Jahres eine gemeinsame Mission der Vier Motoren im Rahmen der Donaustrategie in Novi Sad, in der Autonomen Prowinz Serbiens Voivodina, statt. Die Konferenz in Temeswar nimmt sich vor, die dort entstandenen Kontakte weiter zu vertiefen.

Das Außenwirtschaftszentrum der österreichischen Botschaft in Bukarest organisiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Banat eine Networking-Veranstaltung für österreichische und deutsche Geschäftsleute sowie deren Partner aus Temeschwar und aus dem Banat. Das Wirtschaftstreffen findet am 10. April ab 19Uhr30 im Wiener Saal der Temeswarer Anwaltskanzlei Hategan in der Ady-Endre-Straße 11 statt. Dabei feiert die Anwaltskanzlei 10 Jahre Tätigkeit. Der deutschsprachige Wirtschaftsclub stellt innerhalb des Treffens seine neue Broschüre "Tourismus Banat" vor. Die Teilnahme ist kostenlos nach der Bestätigung der online-Anmeldung. Diese kann bis zum 8. April entweder beim deutschsprachigen Wirtschaftsclub Banat unter office@dwc.ro oder beim Außenwirtschaftszentrum der österreichischen Botschaft in Bukarest unter bucharest@advantageaustria.org erfolgen.

Angaben zu den Veranstaltungen der deutsch-rumänischen Industrie- und Handelskammer aus Bukarest:

Die deutsche Außenhandelskammer Rumäniens organisiert zusammen mit der Fachzeitschrift Zeppelin kommende Woche die Konferenz "Cities of Tomorrow". Ziel der Veranstaltung ist, die Komplexität der Entwicklung von Städten und Regionen zu präsentieren aber auch Beispiele von Lösungen für die Planung und vor allem die Chancen darzulegen, die die Städte in Zukunft anbieten können. Die Konferenz findet am Dienstag in Bukarest statt.

AHK Rumänien organisiert in diesem Frühjahr bereits zum fünften Mal ein Wirtschafts- und Investitionsforum in Deutschland. Partner sind dabei der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und die Kanzlei Stalfort Legal Tax Audit. Aufgegriffen werden in diesem Jahr wirtschaftliche und juristische Aspekte des rumänischen Marktes für Land- und Forstwirtschaft sowie für erneuerbare Energien. Die Veranstaltung findet am 11. April im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt.

Desweiteren organisiert AHK Rumänien eine Informationsreise zum Thema "Technologien im Bereich der Abfallwirtschaft". Diese richtet sich an Multiplikatoren aus Rumänien und findet in der Zeitspanne 6. – 9. Mai in Bayern statt. Das Programm umfasst eine Informationsveranstaltung, die Besichtigung verschiedener Abfallwirtschaftsunternehmen in Begleitung mehrerer deutscher Fachleute und den Besuch der IFAT-Messe in München.

Statistiken und Wechselkurse:

Der durchschnittliche Nettolohn in Rumänien betrug im Monat Januar dieses Jahres 1.625 Lei während der durchschnittliche Bruttolohn auf 2.250 Lei kam. Die Angaben stammen vom Nationalen Statistikamt. Im Vergleich zum Vormonat Dezmber war das ein Rückgang um etwas mehr als 7%, was hauptsächlich auf die Jahresend- und Weihnachtsprämien zurückzuführen ist. Gegenüber Januar 2013 stieg der Reallohn in Rumänien um fast 4%. Ohne Berücksichtigung der Inflation war der nominelle Nettolohn um 5 Prozent höher als ein Jahr davor. Der höchste Durchschnittslohn wurde im Januar dieses Jahres im Bereich Erdöl- und Erdgasförderung verzeichnet (4.144 Lei), der niedrigste im Hotel- und Gaststättenwesen (972 Lei).

Das Defizit im Außenhandel Rumäniens ist im Januar dieses Jahres auf rund 250 Millionen Euro gesunken und war damit um fast 50 Millionen Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Das teilte das Nationale Statistikamt nach ersten Schätzungen mit. Die Exporte stiegen im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent auf fast 4 Milliarden Euro, die Importe stiegen weniger an und zwar um 4,6 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro. Rund drei Viertel seines Außenhandels wickelte Rumänien mit den anderen EU-Ländern ab.

Die ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien verzeichneten im Januar dieses Jahres ein geschätztes Volumen von 244 Millionen Euro. Damit waren sie um 8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Darlehen der ausländischen Muttergesellschaften an die rumänischen Tochtergesellschaften oder Zweigstellen beliefen sich auf 125 Millionen Euro. Die verlustbereinigten Kapitalbeteiligungen kamen auf geschätzte 119 Millionen Euro, teilte die Nationalbank Rumäniens mit. Im vergangenen Gesamtjahr waren die ausländischen Direktinvestitionen in Rumänien im Vorjahresvergleich wieder gestiegen undzwar um etwas mehr als ein Viertel auf 2,7 Milliarden Euro.

Die rumänische Landeswährung gewinnt leicht an Wert im Vergleich zu ihren Bezügswährungen. Die Nationalbank Rumäniens legte am gestrigen 19. März folgende Referenzkurse fest: Ein Euro wurde mit 4Lei49 quotiert – 2 Bani weniger als vergangene Woche – und ein US-Dollar mit 3Lei23 – ebenfalls zwei Bani weniger als vor einer Woche. Der Referenzkurs für einhundert ungarische Forint lag gestern bei 1Lei44 und für ein Hundert serbische Dinar bei 3Lei89. Etwas nach unten ging in den letzten 7 Tagen der Goldpreis: Ein Gramm Gold wurde gestern auf 139 Lei und 91 Bani geschätzt – das sind fast 2 Lei weniger als vergangene Woche.

Hiermit endet auch diese Ausgabe unseres Wirtschaftsmagazins. Mit aktuellen Wirtschaftsthemen erwarten wir Sie in zwei Wochen wieder. Nächsten Donnerstag laden Sie die Radioredaktionen des deutschsprachigen  Medienvereins FunkForum zu ihrer Gemeinschaftssendung, dem FunkMagazin, ein. Haben Sie bis dahin eine erfolgreiche Woche!

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 Adrian Ardelean, Temeswar, 20.03.2014
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